Das Wichtigste in Kürze
- SKS, SSS und SHS sind für private Fahrten amtlich empfohlen, aber nicht vorgeschrieben. Pflicht sind sie grundsätzlich, sobald ein Sportboot gewerbsmäßig für Sport und Freizeit fährt: mit bezahltem Skipper, als Kojencharter oder in einer Bootsschule. Reine Vermietung ohne Skipper zählt nicht dazu.
- Für den SKS brauchst du den SBF See und 300 Seemeilen auf Yachten in Küstengewässern, gefahren mit der Antriebsart, für die du den Schein willst.
- Steigst du neu ein, führen zwei Wege zum SSS: der SKS und danach 700 Seemeilen, oder ohne SKS 1.000 Seemeilen nach dem SBF See als Wachführer oder dessen Vertreter. Die Verordnung verlangt in dieser Rolle mindestens 500, das Antragsformular fragt alle 1.000 so ab. Plane mit 1.000.
- Den SHS bekommst du ab 18 Jahren mit dem SSS und 1.000 weiteren Seemeilen, auf denen du Wachführer warst. Er hat nur eine Theorieprüfung, darunter Astronavigation mit dem Sextanten.
- Zulassung, Prüfung und Schein kosten an amtlichen Gebühren beim SKS 228,90 Euro, beim SSS 387,85 Euro und beim SHS 196,85 Euro, Stand September 2026. Dazu kommt Umsatzsteuer, beim SSS und SHS 7 Prozent, und es können Reisekosten der Prüfer dazukommen.
Drei Scheine für drei Seegebiete
SKS, SSS und SHS bauen aufeinander auf, und jeder ist für ein größeres Seegebiet gedacht. Der Sportküstenschifferschein (SKS) ist für die Küstengewässer gedacht, also für alle Meere bis 12 Seemeilen vor der Festlandküste. Der Sportseeschifferschein (SSS) gilt in den küstennahen Seegewässern: bis 30 Seemeilen vor der Festlandküste und dazu auf der ganzen Nord- und Ostsee, im Ärmelkanal und Bristolkanal, in der Irischen und Schottischen See, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer. Der Sporthochseeschifferschein (SHS) gilt weltweit.
Bleibst du auf einer Fahrt entlang der Küste nie weiter als 12 Seemeilen vom Festland weg, ist der SKS dafür gedacht. Eine Überfahrt über die Nordsee nach England oder quer über das Mittelmeer fällt unter den SSS, eine Atlantiküberquerung unter den SHS.
Alle drei gibt es für Yachten mit Motor oder für Yachten mit Motor und Segel. Am Anfang steht immer der SBF See, der Pflichtschein auf den deutschen Seeschifffahrtsstraßen für Boote mit Verbrennungsmotor über 11,03 Kilowatt, also 15 PS, oder mit Elektromotor über 7,5 Kilowatt Dauerleistung. Was du mit ihm allein fahren darfst, steht im Ratgeber Was darf ich mit dem SBF See fahren? Alle Scheine im Vergleich zeigt der Ratgeber Welcher Bootsführerschein ist der richtige?
Eine schematische Küste wie die Deutsche Bucht mit Inselkette und Flussmündung. Zuerst wird das Gebiet des SBF See gelb: das Wasser von der Küste über das Watt bis kurz hinter die Inseln, dazu ein betonntes Fahrwasser und der Unterlauf des Flusses. Dort ist er für Motorboote über 15 PS Pflicht, mit Elektromotor über 7,5 kW. Dann wächst ab der Festlandküste das Band des SKS bis 12 Seemeilen. Das Band des SSS reicht bis 30 Seemeilen, danach wird die ganze Nordsee blau. Beim Herauszoomen auf Europa sind auch Ostsee, Ärmelkanal, Bristolkanal, Irische und Schottische See, Mittelmeer und Schwarzes Meer blau, an den übrigen Festlandküsten ein schmales Band bis 30 Seemeilen. Auf der Erdkugel werden schließlich alle Meere rot: Der SHS gilt weltweit. Zum Schluss der Hinweis, dass privat keiner der drei Scheine vorgeschrieben ist.
Brauchst du SKS, SSS oder SHS?
Für private Fahrten ist keiner der drei Scheine vorgeschrieben, die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes empfiehlt sie. Auf den deutschen Seeschifffahrtsstraßen genügt dein SBF See. Hast du einen SKS, SSS oder SHS, darfst du ihn dort statt des SBF See mitführen und bei einer Kontrolle vorzeigen.
Privat weist du mit dem Schein nach, dass du für das jeweilige Seegebiet befähigt bist. Ob ein Vercharterer, eine Versicherung oder ein anderes Land ihn verlangt, entscheidet jeder von ihnen selbst.
Pflicht sind die Scheine grundsätzlich, sobald ein Sportboot gewerbsmäßig für Sport und Freizeit fährt. Gewerbsmäßig heißt: Das Angebot richtet sich öffentlich und mit einer gewissen Regelmäßigkeit an beliebige Kunden und kostet Geld. Gewinn muss es nicht bringen. Gemeint sind Charterboote mit bezahltem Skipper, Boote, auf denen Kojen oder Kabinen gegen Geld vergeben werden, und Boote, auf denen gewerbsmäßig ausgebildet wird. Reine Vermietung ohne Skipper, also Bareboat-Charter, zählt nicht dazu: Als Mieter fährst du dann wie privat. Wer ein gewerbsmäßig genutztes Boot führt, braucht in den Küstengewässern und auf den Seeschifffahrtsstraßen den SKS, in den küstennahen Seegewässern den SSS und weltweit den SHS. Nur bis 300 Meter vom Ufer kann die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt auf Antrag im Einzelfall den SBF See anerkennen. Für Deutsche mit Wohnsitz in Deutschland gilt das auch, wenn sie im Ausland gewerbsmäßig fahren.
Welche Seemeilen zählen
Die Seemeilen müssen zur Antriebsart passen, für die du den Schein willst. Für den SKS mit Motor zählen Seemeilen auf Motoryachten, für den SKS mit Motor und Segel Seemeilen auf Segelyachten mit Motor. Beim SKS zählen Seemeilen in den Küstengewässern. Rechne dabei nur mit Meilen, die du nach dem SBF See gefahren bist, denn danach fragt das amtliche Antragsformular. Für SSS und SHS zählt der ganze Seebereich: die hohe See, die küstennahen Seegewässer und die Küstengewässer einschließlich der Seeschifffahrtsstraßen.
Nicht alle Seemeilen müssen schon vor der Theorie vorliegen. Beim SKS müssen die 300 Seemeilen laut den Durchführungsrichtlinien erst zur Zulassung zur Praxis vorliegen. Gehst du über den SKS zum SSS, musst du die 700 Seemeilen laut Antragsformular der Zentralen Verwaltungsstelle ebenfalls erst zur Zulassung zur Praxis nachweisen. Gehst du ohne SKS zum SSS, brauchst du vor der Theorie mindestens 500 Seemeilen als Wachführer oder dessen Vertreter. Beim SHS müssen vor der Theorie mindestens 500 der 1.000 Seemeilen nach dem SSS gefahren sein. Die Seemeilen für SSS und SHS weist du auf einem eigenen Vordruck nach.
In welcher Reihenfolge du vorgehst
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SKS
Du brauchst den SBF See und 300 Seemeilen auf Yachten in den Küstengewässern, zum Beispiel als Crew auf Törns. Den Antrag stellst du mindestens 14 Tage vor dem Prüfungstermin beim Prüfungsausschuss des Deutschen Motoryachtverbands oder des Deutschen Segler-Verbands.
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SSS
Nach dem SKS brauchst du 700 Seemeilen im Seebereich. Ohne SKS sind es 1.000 Seemeilen seit dem SBF See als Wachführer oder dessen Vertreter. Die Verordnung verlangt in dieser Rolle mindestens 500, das aktuelle Antragsformular der Zentralen Verwaltungsstelle fragt alle 1.000 so ab. Plane deshalb mit 1.000 und kläre es vorher mit der Zentralen Verwaltungsstelle. Den Antrag stellst du spätestens einen Monat vor dem Termin bei der Zentralen Verwaltungsstelle in Hamburg.
Wichtig: Auf beiden Wegen kommst du auf mindestens 1.000 Seemeilen. Der Weg über den SKS kostet eine Prüfung mehr und verlangt dafür keine Zeit als Wachführer.
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SHS
Du brauchst den SSS und musst 18 Jahre alt sein. Nach dem SSS musst du 1.000 Seemeilen im Seebereich gefahren sein und dabei selbst Wachführer gewesen sein. Zeit als Vertreter zählt hier nicht. Auch hier geht der Antrag an die Zentrale Verwaltungsstelle in Hamburg.
Die SKS-Prüfung
Die Theorie besteht aus zwei schriftlichen Teilen von je 90 Minuten: einem Fragebogen und einer Kartenaufgabe. Der Fragebogen fragt Navigation, Schifffahrtsrecht, Wetterkunde und Seemannschaft ab, mit Fragen aus dem amtlichen Fragenkatalog, der zu jeder Frage eine Musterantwort enthält. Anders als beim SBF See kreuzt du keine Antwort an, sondern schreibst sie selbst. Deine Antwort muss nicht wörtlich mit der Musterantwort übereinstimmen. Bewertet wird, wie weit sie im Inhalt, in der Vollständigkeit und in den Fachbegriffen passt.
Die Kartenaufgabe löst du auf der Übungskarte 49, einer Übungsseekarte der Deutschen Bucht vor Jade, Weser und Elbe. Erlaubt sind Navigationsbesteck wie Kursdreieck und Zirkel, das Heft mit den Kartenzeichen (Karte 1), das Begleitheft zur Kartenaufgabe und ein nicht programmierbarer Taschenrechner. Gerechnet wird mit Gezeiten und Strom. In den amtlichen Übungsaufgaben bestimmst du zum Beispiel die Hochwasserzeit in Cuxhaven und liest aus der Seekarte ab, in welche Richtung und wie stark der Strom läuft.
Die Yacht für die Praxis stellst du selbst, samt einem Schiffsführer mit Führerschein und einer Rettungsweste für jeden an Bord. Geprüft wird auf Ostsee, Nordsee, Mittelmeer oder Atlantik. Pflicht sind das Rettungsmanöver für einen Menschen über Bord sowie An- und Ablegen unter Motor. Prüfst du für Segel, fährst du das Rettungsmanöver zweimal, unter Segel und mit Motorunterstützung. Dazu kommen eine Wende oder Halse und das Beidrehen, bei dem die Yacht unter Segeln fast stillliegt. Für jede Pflichtaufgabe hast du zwei Versuche, und jede muss gelingen.
Dazu stellt der Prüfer je eine Aufgabe aus Seemannschaft, Wetterkunde, Navigation und Technik an Bord, etwa die Wetterinstrumente ablesen und die Wetterlage beurteilen oder den Motor vor dem Start kontrollieren. Drei der vier musst du bestehen. Außerdem fährst du ein oder zwei weitere Manöver, etwa Ankern, Drehen auf engem Raum oder unter Segel das Reffen, also das Verkleinern der Segelfläche. Eines davon muss gelingen.
Theorie und Praxis musst du innerhalb von 24 Monaten bestehen. Fällst du durch, wiederholst du auf Antrag, frühestens nach zwei Monaten. Die Richtlinien zum SKS nennen zwar vier Wochen, verbindlich ist aber die Verordnung.
Die SSS-Prüfung
Die Theorie hat vier schriftliche Fächer, und jedes wird für sich bewertet: Navigation mit 120 Minuten, Schifffahrtsrecht mit 60 Minuten, Seemannschaft und Wetterkunde mit je 45 Minuten. Der Stoff geht über den SKS hinaus: Im Recht kommt das Radarplotten dazu, also die Bewegung anderer Schiffe aus dem Radarbild zu bestimmen, in der Wetterkunde regionale Winde wie Mistral und Bora. Einen amtlichen Fragenkatalog veröffentlicht die Verwaltung nur für den SKS, nicht für SSS und SHS. Legst du die Fächer einzeln ab, musst du alle innerhalb von 24 Monaten bestehen.
In der Praxis führst du die Yacht als Schiffsführer und begründest deine Entscheidungen. Geprüft werden ein Rettungsmanöver, bei dem du Crew, Manöver und Bergung planst, eine vorgegebene Notsituation wie Feuer, Wassereinbruch oder Ruderbruch, die Bootsführung auf See und im Hafen und die Technik an Bord. Dazu kommen die Navigation mit Papierkarte, elektronischer Seekarte und Radar und das Wetter. Jede Aufgabe musst du bestehen. Prüfst du für Segel, beginnt das Rettungsmanöver unter Segeln, ohne Motor.
Die Prüfungsyacht muss an der Wasserlinie gemessen mindestens 9 Meter lang sein, eine Yacht der Kategorie A für die Hochsee mindestens 8,50 Meter. Sie braucht ein Radar, an dem sich unter anderem die Verstärkung und Filter gegen Störechos von Regen und Seegang einstellen lassen. Theorie und Praxis musst du innerhalb von 36 Monaten bestehen. Auf Antrag kannst du einen nicht bestandenen Teil frühestens zwei Monate nach der Entscheidung wiederholen.
Die SHS-Prüfung
Der SHS hat nur eine Theorieprüfung, und die verlangt Astronavigation. Du bestimmst deinen Standort aus Sonne, Mond und Planeten, mit dem Nautischen Jahrbuch, den Tabellen mit den Gestirnsorten für jeden Tag, und dem Sextanten, dem Winkelmessgerät der Astronavigation. Am Sextanten misst du vor den Prüfern einen senkrechten Winkel (Vertikalwinkel), bestimmst, um wie viel die Anzeige des Geräts verschoben ist, und erklärst weitere Fehlerquellen.
Schriftlich geprüft werden Navigation mit 150 Minuten sowie Schifffahrtsrecht und Wetterkunde mit je 45 Minuten. Das Recht reicht bis zum Seerechtsübereinkommen und zum Verhalten bei Gewaltakten auf See, die Wetterkunde bis zu tropischen Wirbelstürmen. Dazu kommt eine mündliche Prüfung von 15 Minuten im Fach Handhabung von Yachten, etwa zu Reise- und Notfallplanung und zum Fahren in schwerem Wetter. Sie ist Pflicht, und du musst sie bestehen.
Auch beim SHS kannst du die Fächer einzeln ablegen, innerhalb von 24 Monaten. Für eine Wiederholung gilt dieselbe Wartezeit von zwei Monaten wie beim SSS.
Ab wann die Theorie bestanden ist
| Prüfungsteil | Punkte | Bestanden ab | Mündliche Nachprüfung |
|---|---|---|---|
| SKS Fragebogen | 60 | 39 | 33 bis 38 |
| SKS Kartenaufgabe | 30 | 20 | 17 bis 19 |
| SSS, jedes der vier Fächer | 40 | 26 (65 %) | 22 bis unter 26 |
| SHS Navigation | 60 | 39 (65 %) | 33 bis unter 39 |
| SHS Schifffahrtsrecht und Wetterkunde | 40 | 26 (65 %) | 22 bis unter 26 |
| SHS Handhabung von Yachten | mündlich | muss bestanden sein | entfällt |
Was die Prüfungen an Gebühren kosten
| Gebühr | SKS | SSS | SHS |
|---|---|---|---|
| Zulassung zur Prüfung | 20,80 Euro | 29,55 Euro | 29,55 Euro |
| Theorieprüfung | 76,50 Euro | 139,00 Euro | 139,00 Euro |
| Praktische Prüfung | 106,00 Euro | 191,00 Euro | entfällt |
| Ausstellung des Scheins | 25,60 Euro | 28,30 Euro | 28,30 Euro |
| Zusammen | 228,90 Euro | 387,85 Euro | 196,85 Euro |
Sechs Fälle: Welcher Schein, was gilt?
Entscheide für jeden Fall, was gilt. Die Antworten stehen in den Abschnitten darüber.
0 von 6 richtig
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Du fährst privat mit deinem Motorboot, 90 PS, von deinem Hafen an der deutschen Ostseeküste aus einen Törn die Küste entlang, nie weiter als 10 Seemeilen vom Festland. Welchen Schein brauchst du?
Privat ist keiner der drei Scheine vorgeschrieben. Für ein Boot mit Verbrennungsmotor über 15 PS oder Elektromotor über 7,5 Kilowatt auf den deutschen Seeschifffahrtsstraßen brauchst du aber den SBF See. Der SKS ist für die Küste bis 12 Seemeilen gedacht und amtlich empfohlen.
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Ein Vercharterer bietet dir an, gegen Bezahlung als Skipper Gäste auf einer Yacht an der Küste zu fahren, nie weiter als 12 Seemeilen vom Festland. Welchen Schein brauchst du?
Ein Boot, das ein Vercharterer mit bezahltem Skipper anbietet, fährt gewerbsmäßig. Dann brauchst du grundsätzlich in den Küstengewässern den SKS, in den küstennahen Seegewässern den SSS und weltweit den SHS.
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Du hast den SBF See, aber keinen SKS, und willst direkt den SSS machen. Welche Seemeilen brauchst du?
Ohne SKS sind es 1.000 Seemeilen nach dem SBF See als Wachführer oder dessen Vertreter. Die Verordnung verlangt in dieser Rolle mindestens 500, das Antragsformular der Zentralen Verwaltungsstelle alle 1.000; plane mit 1.000. Die 700 Seemeilen gelten nur für den Weg über den SKS, und zwar nach dem SKS.
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Vor zwei Jahren bist du als Crew 350 Seemeilen an der Küste mitgesegelt. Den SBF See hast du erst seit diesem Sommer. Kannst du mit diesen Meilen den SKS beantragen?
Für den SKS zählen Meilen in den Küstengewässern, die zur Antriebsart passen. Plane nur mit Meilen nach dem SBF See, denn danach fragt das Antragsformular.
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Du hast den SBF See und bisher 120 Seemeilen. Kannst du die Theorie zum SKS schon ablegen?
Beim SKS kannst du die Theorie ablegen, bevor du die Meilen zusammenhast. Gehst du ohne SKS zum SSS oder willst du den SHS, brauchst du dagegen schon vor der Theorie mindestens 500 Seemeilen.
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Im Fragebogen der SKS-Theorie hast du 35 von 60 Punkten. Was jetzt?
Ab 39 Punkten ist der Fragebogen bestanden. Mit 33 bis 38 Punkten folgt eine mündliche Nachprüfung von höchstens 15 Minuten, darunter ist der Teil nicht bestanden. Fragebogen und Kartenaufgabe werden jeweils für sich bewertet.
Häufige Fragen zu SKS, SSS und SHS
Verordnung und Richtlinien nennen für SKS und SSS kein eigenes Mindestalter. Du brauchst aber den SBF See, und den bekommst du ab 16 Jahren. Der Deutsche Motoryachtverband nennt für den SKS ebenfalls 16 Jahre. Für den SHS musst du 18 sein.
Für die weltweite Fahrt ist der Sporthochseeschifferschein (SHS) bestimmt. Meinst du mit Hochsee die offene Nord- oder Ostsee oder das Mittelmeer, reicht der Sportseeschifferschein (SSS): Er ist für diese Meere im Ganzen bestimmt, nicht nur bis 30 Seemeilen vor der Küste.
Der Deutsche Motoryachtverband und der Deutsche Segler-Verband, im Auftrag des Bundes. Beim SKS prüfen ihre Prüfungsausschüsse, beim SSS und SHS die Prüfungskommissionen der Zentralen Verwaltungsstelle in Hamburg. Hat dich ein Prüfer selbst ausgebildet oder wurdest du in seiner Schule oder seinem Verein ausgebildet, darf er dich nicht prüfen.
Nein. Die Sportseeschifferscheinverordnung sieht weder eine Befristung noch eine Verlängerung vor.
Hast du den SBF Binnen unter Motor und einen SKS, SSS oder SHS für Motor und Segel, bekommst du auf Antrag den SBF Binnen für beide Antriebsarten, ohne weitere Prüfung.
Für die Zulassung zur Prüfung nicht. Hat die Yacht ein Seefunkgerät, brauchst du als Schiffsführer das passende Funkzeugnis, für UKW etwa das SRC. Führst du als Deutscher mit Wohnsitz in Deutschland ein Boot gewerbsmäßig im Ausland, brauchst du immer ein Funkbetriebszeugnis. Als Mindestnachweis genügt das SRC oder das ältere UKW-Betriebszeugnis I.
Quellen: Sportseeschifferscheinverordnung, §§ 1 bis 8 ELWIS: Durchführungsrichtlinien Sportküstenschifferschein, Nr. 1, 6, 7 und Anlagen 3 und 4 ELWIS: Durchführungsrichtlinien Sportsee- und Sporthochseeschifferschein, Nr. 1, 5, 6 und Anlagen 1 bis 4 ELWIS: Fragen- und Antwortenkatalog SKS, Stand 1. Juli 2006 ELWIS: Navigationsaufgaben SKS ELWIS: Sportbootführerscheine See-Sportbootverordnung, §§ 14, 15 und 19 Besondere Gebührenverordnung Wasserstraßen und Schifffahrt, Anlage Abschnitt 7 Sportbootführerscheinverordnung, §§ 5, 6 und 12 Deutscher Motoryachtverband: Sportküstenschifferschein Geprüft am 22. Oktober 2026. Gebühren Stand 7. September 2026.